Keine «Blindflüge» in der Schmerztherapie

CT-gesteuert oder mit Bildwandler?

Aus Gründen der Qualität und Patientensicherheit erfolgen gezielte Interventionen zur Diagnostik oder Therapie zwingend unter optischer Kontrolle. Dabei stehen drei Techniken zur Verfügung: Computertomograph (CT), Bildverstärker (Durchleuchtung mit BV) oder Ultraschallgerät.

Während die überwiegende Mehrheit interventionell tätiger Schmerztherapeuten den Bildwandler verwendet, bevorzugen die Radiologen generell die CT-Technik.

Gegenüber dem CT hat der Bildwandler aber wesentliche Vorteile:

  • Informationsgehalt und damit Präzision der durchleuchtungsgesteuerten Infiltration sind unvergleichlich grösser als unter CT.
  • Dank der durchleuchtungskontrollierten Gabe von Kotrastmittel kann die Medikamentenausbreitung dargestellt werden. Dies ist sowohl für die Patientensicherheit als auch für die Qualität der Infiltration von entscheidender Bedeutung.
  • Die Strahlenbelastung für den Patienten ist um ein Vielfaches kleiner als bei Infiltrationen unter CT
  • Die Behandlung unter BV ist kostengünstiger
  • In geübten Händen ist die Intervention ist für den Patienten deutlich weniger belastend

 

Der Bildwandler ist internationaler Goldstandart

Wegen der Gefahr potentiell katastrophaler Folgen wird bei rückenmarksnahen Eingriffen die Verwendung eines Bildwandlers international empfohlen. CT-gesteuerte Interventionen vor allem im Nackenbereich sind sehr umstritten, in gewissen Länder gar verboten.