Facettengelenkdiagnostik und -behandlung

Die kleinen Gelenke zwischen den Wirbeln werden als Facettengelenke (Wirbelkörpergelenke) bezeichnet. Zusammen mit der benachbarten Bandscheibe bilden sie eine hochkomplexe Gelenkeinheit, welche die Bewegungen der Wirbelsäule ermöglicht. Degenerative Wirbelsäulenveränderungen, Fehlhaltung, Mikroverletzungen (z.B. nach Schleudertrauma) können zu chronischen Entzündungen und Arthrose der Facettengelenke führen. Studien haben bewiesen, dass diese Gelenke eine wichtige Ursache von Nacken-, Kopf- und Rückenschmerzen sind.

Diagnostik

Ein erfahrener Kliniker kann auf Grund der angegebenen Symptomatik sowie des Untersuchungsbefundes eine Verdachtsdiagnose stellen. Diese kann allerdings nur mittels röntgenkontrollierter Facettengelenkdiagnostik gesichert werden. Hierzu werden die kleinen Facettennerven mit geringsten Mengen eines lokalen Betäubungsmittels anästhesiert. Bei schmerzhaften Gelenken wird dadurch die Schmerzleitung vorübergehend blockiert.

Tritt nach der Testblockade eine Schmerzlinderung oder gar Schmerzfreiheit ein, so gilt der Block als positiv und als Hinweis, dass mindestens ein Teil der Schmerzen von den Facettengelenken ausgeht.