Komplexes Regionales Schmerzsyndrom (CRPS)

Der Begriff CRPS (früher Sudeck-Dystrophie) beschreibt eine Gruppe unterschiedlicher Krankheitszeichen an den Extremitäten und seltener auch am Körperstamm. Die Ursache wird in einer Überaktivität des unwillkürlichen Nervensystems vermutet.

Die Symptome sind teils sehr unterschiedlich ausgeprägt und umfassen:

  • heftige, brennende, bohrende und krampfartige Schmerzen, die meist nicht auf das Versorgungsgebiet eines Nervs begrenzt sind
  • Schmerzüberempfindlichkeit (Hyperalgesie) und Missempfinden (Dysästhesie) der Haut
  • Schmerzen bei Berührung (Allodynie)
  • Durchblutungsstörungen mit Hautverfärbung
  • Schwellung der betroffenen Extremität
  • Temperaturschwankungen meist mit ausgesprochenem Kältegefühl
  • trockene bzw. feuchte Haut
  • verlangsamtes Nagelwachstum
  • Bewegungseinschränkung durch Gelenkversteifung
  • Knochen- und Muskelschwund

 

Nach internationaler Übereinkunft wird unterschieden zwischen

  • CRPS I (früher Morbus Sudeck). Auslöser dieses Schmerzbildes sind häufig geringfügige Extremitätenverletzungen ohne Nervenschädigung, z.B. Knochenbrüche
  • CRPS II (Kausalgie) als Folge von Nervenverletzung

Therapie

Die gängigsten Behandlungen bestehen in physikalischen und medikamentösen Therapien sowie wiederholten Nervenblockaden (Sympathikolysen). Besonders im Frühstadium können diese Behandlungsansätze hilfreich sein. Führen diese Behandlungen aber nicht innert 1 bis 3 Monaten zum Erfolg, sind wir der Meinung, dass das Behandlungskonzept unbedingt überdacht werden muss!

Wir erachten es als dringlich, dass die Schmerzen und die Funktionsstörungen mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln frühzeitig aggressiv durchbrochen werden müssen, damit die teils schwerwiegenden Folgeschäden vermieden werden können. Hierzu bietet die Neurostimulation eine hervorragende Therapieoption.

 

Film-Clip: Neurostimulation

Fallbeispiel: Rückenmarkstimulation – verbesserte Lebensqualität