Vielfältige Nackenschmerzen

Verletzungs- oder abnutzungsbedingte Veränderungen der Halswirbelsäule können unterschiedliche Beschwerden verursachen:

  • Eingeschränkte Kopfbeweglichkeit
  • Nacken-/Schulterschmerzen
  • Schmerzausstrahlung und eventuell Gefühlsstörungen oder Kribbeln im Arm
  • Bewegungseinschränkung im Schultergelenk
  • Hartnäckige Kopfschmerzen
  • Gesichtsschmerzen
  • Schmerzhafte Verspannungen des gesamten Schultergürtelbereiches
  • Schwindelattacken und Übelkeit

Arthrose in den Facettengelenken als häufigste Ursache

In ca. 60% der Fälle werden die Beschwerden durch entzündliche Veränderungen (Arthrose) in den kleinen Wirbelkörpergelenken (Facettengelenken) verursacht. Die engen Nervenverbindungen der Halswirbelsäule zu anderen Strukturen sowie den Hirnnerven sind verantwortlich für das breite Beschwerdebild bei schmerzhaften Veränderungen oder Verletzungen. Diese Primärschmerzen führen zu einer reflektorischen Muskelverspannung mit Aktivierung von Triggerpunkten (Sekundärschmerzen). Dieser Zusammenhang muss sowohl für die Diagnostik als auch für den Therapieplan berücksichtigt werden.

Nackenschmerzen infolge Nervenwurzelreizung

Bandscheibenvorfälle und knöcherne Verschmälerungen der Nervenaustrittsöffnungen können zu Irritation einer oder mehrerer Nervenwurzeln führen und dadurch Schmerzen im Versorgungsgebiet des betroffenen Nervenstranges auslösen. Eine gründliche Untersuchung, MRI-Aufnahmen und ev. neurologische Abklärungen sind wohl Teil des diagnostischen Vorgehens, letztlich Klarheit gibt aber nur die diagnostisch-therapeutische Wurzelblockade mit geringen Mengen eines Lokalanästhetikums.

Unterscheidung zwischen Arthroseschmerzen und Nervenschmerzen

Eine klare Unterscheidung zwischen diesen beiden Ursachen ist nicht immer möglich. Sie können alleine oder in Kombination Beschwerden verursachen. Nicht selten spielen mehrere Faktoren eine Rolle. Neben der Schmerzsymptomatik, Untersuchung und je nach Beschwerdebild evt. MRI-Aufnahme sich vor allem röntgenkontrollierte Blockaden mit einer geringen Menge eines Lokalanästhetikums diagnostisch-therapeutisch wegweisend.