Nervenwurzelreizung

Der bekannteste Nervenwurzelschmerz ist der sog. Ischiasschmerz beim Bandscheibenvorfall (Diskushernie) im Lendenwirbelsäulenbereich.

Es muss zwischen Nervenirritation und -kompression unterschieden werden:

  1. Nervenwurzelirritation: Scharfer, stechender, teils elektrisierender Schmerz entlang des Nervenverlaufes. Gefühlsstörungen und Kribbeln können vorkommen.
  2. Nervenwurzelkompression: Zusätzlich kommen noch Taubheitsgefühl und eventuell Kraftverlust hinzu.

Bandscheibenvorwölbungen und -vorfälle sowie Verengungen des Rückenmarkskanals müssen aber nicht unbedingt Beschwerden verursachen.

Schmerzen entstehen erst, wenn Entzündungsreaktionen eine Nervenreizung verursachen. Anhaltende Reizung oder Schädigung durch Druck können in schwer therapierbaren neuropathischen Schmerzen enden.

Nur selten eine Operationsindikation

Die gezielte Nervenwurzelbehandlung ist eine wirksame Methode. Unsere Erfahrung zeigt, dass in Kombination mit chiropraktischen bzw. manualtherapeutischen Massnahmen die Effizienz und Erfolgsaussichten bedeutend gesteigert werden. In ca. 80% der Fälle kann eine Operation vermieden werden. Daher sollte diese Behandlungsoption unbedingt vor einer Operation berücksichtigt werden.

Fallbeispiel 3: Eine Operation konnte vermieden werden.

Absolute Operationsindikation

Absolute Operationsindikationen sind nur bei Lähmungserscheinungen gegeben. Bestehen zusätzlich gar Blasen- und Mastdarmstörungen, muss notfallmässig operiert werden!