Rückenschmerzen

Die häufigsten Ursachen für chronische Rückenschmerzen sind:

  • Bandscheibenverschleiss
  • Arthrosen der Facettengelenke
  • Muskelschmerzen (Triggerpunkte)
  • Schmerzen der Beckengelenke (Iliosakralgelenke)

 

Auch Schmerzursachen, die ausserhalb der Wirbelsäule liegen, aber in den Rücken ausstrahlen, müssen in Betracht gezogen werden. Insbesondere beim Vorhandensein verdächtiger Krankheitszeichen sind an  seltene Ursachen wie z.B. Tumore oder Infektionen zu denken.

Primär- und Sekundärschmerz

Rückenbeschwerden sind häufig das Resultat unterschiedlicher Schmerzursachen. So führen die primären, von der Wirbelsäule ausgehenden Schmerzen reflektorisch zu Störungen und Fehlhaltungen im Muskel-Sehnen-Apparat, wodurch Sekundärschmerzen und damit ein Teufelskreis ausgelöst werden.

Rückenschmerzen – eine diagnostische Herausforderung

CT- und MRI-Untersuchungen geben lediglich Hinweise auf mögliche Schmerzursachen. Die diagnostisch notwendigen Massnahmen sind damit aber noch längst nicht erschöpft. Bei der Diagnostik von Rückenschmerzen kommt der interventionellen Schmerzdiagnostik eine Schlüsselrolle zu. Nur durch gezielte, röntgenkontrollierte Nerven- und Gelenksblockaden ist es möglich, die schmerzverursachenden Strukturen zu lokalisieren und allenfalls zu behandeln. Aufwendige Rückenoperationen dürfen sich nicht auf radiologische Befunde alleine stützen. Deren Krankheitswert muss nachgewiesen sein, und andere schmerzbeeinflussende Faktoren müssen ebenso berücksichtigt werden. Daher ist es empfehlenswert, vor einer Operation eine Zweitmeinung einzuholen und alternative Therapieoptionen zu prüfen.

Akute Rückenschmerzen:
Gute Trainingsprogramme schaffen Abhilfe

Akute Kreuzschmerzen sind ein verbreitetes Leiden. In den meisten Fällen sind die Beschwerden von geringer Intensität und kurzer Dauer. Die meisten „Schmerzattacken“ verschwinden von selbst oder können mit medikamentösen und/oder chiropraktischen Massnahmen erfolgreich behandelt werden. Frühzeitige, effiziente Schmerzlinderung, rasche Wiederaufnahme der beruflichen Tätigkeit und angepasste körperliche Betätigung sind wirksame Massnahmen zu Vermeidung chronischer Rückenschmerzen. Ausschlaggebend ist die Bereitschaft des Betroffen, durch gezielte Bewegungstherapie seinen Beitrag zu Genesung zu leisten.

Wenn chronische Rückenschmerzen zur Behinderung werden

Chronische Rückenschmerzen haben schwerwiegende und weitreichende Konsequenzen für die Betroffenen und deren Umfeld: Verminderte Lebensqualität, Arbeitsverlust, verbunden mit teils erheblichen finanziellen Einbussen und Existenzängsten, Isolation und reaktive Depression sind nur einige Beispiele. Unbestritten ist, dass Schmerzerlebnis und Behinderung – und damit der Krankheitsverlauf – von den unterschiedlichsten Faktoren wie psychosozialem und kulturellem Umfeld, Lebenseinstellung und -stil, Bildung usw. entscheidend beeinflusst werden. Diese Tatsache muss bei der Behandlung zwingend berücksichtigt werden.