Diagnostik – ein Puzzle

Nur selten liegt die Schmerzursache auf der Hand. Häufig muss sie mit verschiedenen Hilfsmittel erarbeitet werden. Dabei muss das komplexe Zusammenspiel von Gelenken, Bändern, Sehnen, Musklen, Nerven, Wirbelsäule und Psyche berücksichtigt werden.

Das Konzept der Schmerzdiagnose besteht aus verschiedenen Stufen:

Erhebung der Krankengeschichte

In einem ausführlichen Gespräch wird der Patient detailliert über seine Beschwerden und Vorgeschichte befragt. Hierdurch ergeben sich wichtige Hinweise für die möglichen Schmerzursachen. Das Gespräch dient auch dem gegenseitigen Kennenlernen und der Vertrauensbildung.

Körperliche Untersuchung

Mit der körperlichen Untersuchung werden vorhandene Veränderungen festgestellt.

Ergänzender Untersuchungen

Spezialuntersuchungen (z.B. MRI) werden nur veranlasst, wenn sie für die Therapieplanung entscheidend sind.

Interventionelle Schmerzdiagnostik

Schmerzangaben des Patienten, körperliche Untersuchung sowie Röntgenbefunde geben wohl wichtige Hinweise für mögliche Schmerzursachen. Aber erst die gezielte, röntgen- oder ultraschallkontrollierte Blockade von portentiell schmerzhaften Strukturen erlaubt die Lokalisation möglicher Schmerzquelle.

Die gezielten Blockadetechniken mit örtlichem Betäubungsmittel sind ein wichtiger Teil der modernen Schmerztherapie.

Der Schmerz hat verschiedene Gesichter. Er kann Gutes, aber auch Schlechtes bedeuten. Oft hält er uns zum Narren, denn nicht immer er entsteht da wo er verspürt wird.  Seine Intensität und sein Verhalten können sehr unterschiedliche und wechselhaft sein.